Fahrrad Ausrüstung und Zubehör

Hier gebe ich ein paar Tipps welches Fahrrad und Zubehör für eine Radreise, oder Radtour notwendig ist. Für kurze Radtouren ist im Prinzip jedes Fahrrad geeignet, bei längeren Radtouren oder Radreisen sieht das etwas anders aus. Vor allem wenn man Reise-Gepäck mitnehmen muss benötigt man ein robustes Fahrrad mit Gepäckträger. Auch bei Fahrradtaschen und Fahrradbekleidung gibt es einiges zu beachten.

Rennräder sind nur für Radtouren ohne großes Gepäck geeignet, außerdem sollten die Radwege möglichst asphaltiert sein. Auf Schotter oder unebenen Gelände fährt man sich schnell einen platten Reifen. Mountainbikes hingegen sind eher für unwegsames Gelände gedacht, auf asphaltierten Wegen haben sie einen höheren Rollwiderstand, als Reifen ohne grobes Profil. Auch Packtaschen lassen sich oftmals nicht befestigen. Citybikes sind mehr für flache Etappen geeignet, da sie meist nur zwischen 3 und 7 Gänge haben. Mit schwerem Gepäck wären dann auch schon mittlere Anstiege anstrengend.

Das richtige Fahrrad für längere Radtouren

* Trekkingbike
Trekkingbike

Für Radreisen und längere Radtouren eignet sich am besten ein Trekkingbike. Diese Räder haben meist 28 Zoll Reifen, die gut für asphaltierte Wege, aber auch für leichtes Gelände, wie Schotter- oder Waldwege geeignet sind. Gegen Wasser und Schmutzspritzer sind sie mit Schutzblechen ausgerüstet. Auf den vorhandenen Gepäckträgern lassen sich Fahrrad-Packtaschen befestigen, in denen man auch Gepäck für eine längere Radreise verstauen kann. Dank der Beleuchtungsanlage kann man auch bei einbrechender Dunkelheit noch weiter fahren. Empfehlenswert ist eine Schaltung mit mindestens 18 Gängen, je mehr um so besser. Bei steileren Anstiegen mit schwerem Gepäck ist man für jeden einzelnen Gang dankbar. Gute Bremsen und ein bequemer Sattel sind für längere Radtouren Voraussetzung.

E-Bikes die bequeme Alternative

* E-Bike
E-Bike

Für ältere Menschen oder Personen die körperlich nicht so fit sind, ist ein E-Bike eine willkommene Alternative zum Trekkingbike. Es gibt sie mit vergleichbarer Ausstattung wie beim Trekkingrad, zusätzlich mit Elektromotor und Akku. Durch die Motorunterstützung benötigen die E-Bikes aber nicht so viele Gänge wie die nur durch Muskelkraft angetriebenen Räder. Qualitativ gibt es bei den Fahrrädern mit Elektromotor aber große Unterschiede. So sollte man auf die Motorleistung und vor allem auf die Kapazität des Akkus achten. Es wäre sehr ärgerlich, wenn auf halber Strecke der Akku leer wäre und man das schwere Fahrrad die restliche Strecke nur mit Muskelkraft bewegen müsste.

Aber auch für sportliche Radfahrer kann ein E-Bike zusätzlich zum normalen Fahrrad sinnvoll sein. So hat man die Möglichkeit auch bergige Radwege zu fahren, die man sonst nicht angehen würde. Die Auswahl an fahrbaren Radtouren erhöht sich dadurch enorm. Wir selbst haben uns vor kurzem Falträder mit Elektroantrieb zugelegt. Diese E-Bikes lassen sich sogar im Kleinwagen transportieren und sind bei jeder Reise dabei.

Hier ein Test- und Erfahrungsbericht zu unseren E-Bikes.

Fahrradwerkzeug

Auch sollte man immer Fahrradwerkzeug mitführen, damit nicht bereits eine kleine Panne zum Ende der Radtour führt. Mit Reifenpannen muss man immer rechnen, ein Ersatzschlauch ist dem Flickzeug vorzuziehen, das Auffinden der Schadstelle kann sich in freier Natur schwierig gestalten oder der Fahrradschlauch ist sogar irreparabel. Auch ein Pannenspray nutzt wenig wenn der Schlauch einen Riss hat. Außerdem sollte man einen Bremszug und Schaltzug (sind unterschiedlich) mitführen. Mir ist einmal auf einer Radreise der Schaltzug gerissen, das ausgerechnet an einem Sonntag wo alle Werkstätten und Geschäfte geschlossen sind. Ich musste dann mit dem hinteren Zahnrad im höchsten Gang weiter fahren, das war ganz schön anstrengend.

Fahrrad-Packtaschen

* Fahrrad Gepäckträgertasche

Bei längeren Radreisen sind Packtaschen unverzichtbar, außer man unternimmt eine organisierte Radreise mit Gepäcktransport. Die Packtaschen müssen genug Stauraum für die nötige Wechselkleidung bieten. Grundsätzlich sollte man aber so wenig Gepäck wie möglich mitnehmen, beim Radfahren merkt man jedes einzelne Kilogramm Zusatzgewicht, vor allem bei Steigungen. Besser ein Reisewaschmittel mitnehmen, Funktionskleidung trocknet sehr schnell. Die Packtaschen sollten leicht zu befestigen und wieder abnehmbar sein.

Empfehlenswerte Eigenschaften für Packtaschen:

 

 

Fahrrad-Bekleidung

* Fahrradjacke

Bei längeren Radtouren spielt die richtige Bekleidung eine wichtige Rolle. Zum einen muss sie vor Kälte und Nässe schützen, zum anderen vor zu starkem Schwitzen. Bei anstrengenden Steigungen kommt man leicht ins Schwitzen, der Fahrtwind kühlt danach den nassgeschwitzten Körper stark aus. Das ist nicht nur unangenehm, sondern führt auch leicht zu Erkältungen.

Die Lösung dagegen ist die Funktionskleidung. Fahrrad-Funktionskleidung ist atmungsaktiv, der Schweiß wird nach außen transportiert und die Haut bleibt trocken. Die Funktionskleidung nimmt auch wenig Wasser auf und trocknet in kurzer Zeit wieder. Dabei sollte man sich je nach Außentemperatur in mehreren Schichten kleiden. Nach dem Zwiebelprinzip kann man, wenn es wärmer wird, wieder die äußere Hülle (z.B. Radfahrjacke) abnehmen. Für die kalte Jahreszeit gibt es langärmlige Fahrrad-Trikots und Jacken.

Auch wenn man nur bei schönem Wetter losfährt, kann man unterwegs trotzdem in einen Regenschauer geraten, man sollte deshalb immer Regenkleidung mitnehmen. Bei längeren Strecken sind auch Fahrradhandschuhe mit Polstern zu empfehlen, durch das Aufstützen auf den Fahrradlenker können einem sonst schon mal die Hände einschlafen.

Ausführliche Tipps für das Radfahren bei schlechtem Wetter gibt es hier.

 

 

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