Maare-Mosel Radweg

Bahntrassenradweg von Daun bis Bernkastel-Kues

Der Maare-Mosel Radweg verläuft zum großen Teil auf einer alten Bahntrasse, die von Daun in der Vulkaneifel über Wittlich nach Lieser an der Mosel führte. Dieser Radweg ist wohl einer der beeindruckendsten in Deutschland, da er über einige Viadukte, unzählige Brücken und durch mehrere Tunnel führt. Der Radweg ist durchgängig geteert und beschildert, die Steigungen betragen maximal 3% und auch für Familien mit Kindern sehr gut befahrbar. Die bevorzugte Fahrtrichtung ist von Daun nach Bernkastel-Kues, da es hier überwiegend bergab geht. Aufgrund der moderaten Steigungen kann der Maare-Mosel Radweg von geübten Radfahrern aber auch in der Gegenrichtung befahren werden.

Auf der Strecke gibt es eine Vielzahl von Abzweigen, hier können Schleifen gefahren werden die dann wieder zum Ausgangspunkt zurückführen. Einige dieser Schleifen führen zu den Maaren, die dem Radweg den Namen geben. Diese Maare haben sich aus alten eingesenkten Vulkanen gebildet, einige sind mit Wasser gefüllt und bilden einen runden oder ovalen See, andere sind trocken und deshalb nicht so leicht als Maar erkennbar.

Weinfelder Maar

Von Daun bis Wallscheid (20 km)

Zugwagon Am Bahnhof von Daun beginnt der Maare-Mosel Radweg, diesen erreicht man am einfachsten mit dem Radelbus. Von Bernkastel-Kues fährt ein Bus des VRT (Verkehrsverbund Region Trier) mit Fahrradanhänger nach Daun, auf der Strecke gibt es mehrere Zustiegsmöglichkeiten. Der Preis für eine Einzelfahrkarte beträgt 11,85 € (Stand Juni 2013) plus 3 € für das Fahrrad. Mit einer Gruppenkarte wird es deutlich billiger, fünf Personen zahlen dann zusammen nur 24 €. Radfahren sollten rechtzeitig einen Platz im Radelbus reservieren, da die Mitnahmemöglichkeiten an Fahrrädern begrenzt sind. Reservierungen sind auch direkt über das Internet unter www.regio-radler.de möglich.

Daun ist eine Kreisstadt mit über 8000 Einwohnern und liegt an der Lieser in der Vulkaneifel. An Sehenswürdigkeiten gibt es unter anderem das Vulkanmuseum, die Burg Daun und das Eisenbahnviadukt. Direkt am Bahnhof steht ein alter Eisenbahnwagon der zu einer Gaststätte ausgebaut wurde, hier kann man sich vor der Abfahrt erst einmal stärken.

 

Tunnel 'Großes Schlitzohr' Kurz nach dem Bahnhof überfahren wir bereits das erste Viadukt, hierbei handelt es sich um eine alte Brücke mit Steinbögen. Die ersten drei Kilometer des Radweges geht es erst einmal leicht bergauf bis zum ersten Tunnel dem „Großes Schlitzohr“ mit 560 Meter Länge. Der Tunnel ist an der höchstgelegenen Stelle des Radweges, danach geht es überwiegend abwärts. Am Abzweig zu den ersten Maaren vor dem Tunnel sind wir vorbeigefahren, nach dem Tunnel nahmen wir dann den Abzweig zum Weinfelder Maar da die Entfernung mit nur 0,8 Kilometer angegeben war. Diese 800 Meter hatten es allerdings in sich, ein großer Teil der Strecke war so steil dass wir im ersten Gang noch Mühe hatten die Steigung zu schaffen. Auf der Rückfahrt waren dagegen die Bremsen gefordert, von weiteren Ausflügen abseits der Strecke nahmen wir dann Abstand. Nach 11 Kilometer Wegstrecke erreichen wir Gillenfeld, einen Ort mit 1400 Einwohnern. Weiter geht es am Holzmaar vorbei, über die Autobahn A1 über Eckfeld, wiederum über die A1 nach Wallscheid einen kleinen Ort mit 350 Einwohnern.

Von Wallscheid bis Wittlich (20 km)

Brücke Nach Wallscheid führt der Maare-Mosel Radweg abermals über die A1 nach Laufeld um dann gleich wieder die Autobahn zu kreuzen. Jetzt verläuft der Radweg ein längeres Stück auf dieser Seite bis nach Hasborn. Am Ortsende wird erneut die Autobahn überquert und es geht weiter Richtung Plein. Nach insgesamt 31 Kilometer Wegstrecke erreichen wir den Pleiner Tunnel, dieser hat eine Länge von 585 Meter und ist wie alle Tunnel der Strecke beleuchtet. Direkt nach dem Pleiner Tunnel folgt das Pleiner Viadukt mit 98 Meter Länge und 31 Meter Höhe. Anschließend folgen noch zwei kürzere Tunnel, der Unkenstein-Tunnel mit 140 m und der Grünewald-Tunnel mit 126 m Länge. Der Maare-Mosel Radweg geht schon eine Zeitlang nur noch abwärts und man kann das Rad bis nach Wittlich rollen lassen.

Die Kreisstadt Wittlich ist mit über 18000 Einwohnern eine etwas größere Stadt, der Radweg ist hier aber sehr gut beschildert, oft steht auch auf den Wegen MMR für Maare-Mosel Radweg. Sehenswert sind das Alte Rathaus am Marktplatz, die ehemalige Synagoge, die barocke Pfarrkirche St. Markus, sowie das Haus Daus. Zwischen Wittlich und Altrich neben der A1 können Überreste einer römischen Villa bewundert werden.

Von Wittlich bis Bernkastel-Kues (15 km)

Am Ortsende von Wittlich kreuzen wir wieder die A1 auf dem Weg nach Wengerohr gefolgt von Platten. Der Maare-Mosel Radweg führt weiter über Maring nach Lieser, hier fließt der Fluss Lieser in die Mosel. Ab Lieser fahren wir die letzten Kilometer unserer Radtour auf dem Moselradweg bis nach Bernkastel-Kues.

Bernkastel-Kues Die Stadt Bernkastel-Kues mit knapp 7000 Einwohnern ist einer der bekanntesten Weinorte an der Mosel. Der mittelalterliche Stadtkern hat einige sehenswerte Fachwerkhäuser und andere historische Gebäude zu bieten. Über dem Stadtteil Bernkastel thront die Burgruine Landshut, auf der anderen Moselseite ist das Moselweinmuseum und die dazugehörige Vinothek zu finden. Bernkastel-Kues ist von Weinbergen umgeben und hier wird auch ein großer Teil des Moselweines, meist die Rebsorte Riesling, abgefüllt.

Streckenlänge: 55 km
Höhenunterschiede: 370 m
Streckenprofil: geteerter Radweg

 

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