Radachter durch Franken und Oberpfalz

Im Juli 2018 unternahmen wir eine 5tägige Radreise, durch Franken und der Oberpfalz. Die gefahrene Radstrecke, in Form einer Acht, war 445 Kilometer lang. Wir starteten diese Radtour direkt von zu Hause aus, in Scheßlitz. Es war dass erste mal, dass wir unsere alljährliche große Radreise, mit den E-Bikes machten. Der Radtransport per Bahn, oder Leihwagen wäre daher etwas schwierig gewesen. Deshalb suchten wir uns eine Strecke aus, bei der unser Heimatort Start und Ziel ist. So war unsere Radreise auch noch umweltschonend. Aufgrund der zahlreichen Steigungen wäre diese Strecke, in 5 Tagen ohne E-Bike auch nur schwer zu bewältigen.

Radreise 2018 Franken – Oberpfalz

Wir radelten von Scheßlitz in Oberfranken, nach Staffelstein auf den Main-Radweg. Diesem folgten wir bis zum Roten Main-Radweg. Dieser führte uns nach Bayreuth auf den Haidenaab-Radweg. Jetzt ging es der Haidenaab entlang, anschließend ein kurzes Stück entlang der Naab. Es folgte der Schweppermann-Radweg, der Pegnitz-Laber-Radweg, gefolgt vom Pegnitz-Radweg. Dieser führte uns wieder zurück nach Bayreuth. Von diesem Kreuzungspunkt aus fuhren wir auf dem Fränkische Schweiz Radweg, gefolgt vom Hochweg Fränkische Schweiz, wieder heimwärts.

Die einzelnen Tagesetappen werde ich hier nur kurz beschreiben. Eine ausführliche Wegbeschreibung gibt es bei den jeweiligen Radwegen. Es macht ja wenig Sinn alles doppelt zu dokumentieren. Diese Radreise kann man man natürlich von jedem beliebigen Ort auf der Strecke starten. Da der Radweg eine 8 bildet, besteht auch die Möglichkeit, nur einen der beiden Kreise zu fahren.

Etappe 1, von Scheßlitz nach Unterwaiz (88 km)

Wir starten unsere Radreise in Scheßlitz, wie bereits beim Scheßlitz - Bad Staffelstein Radrundweg beschrieben, bis nach Staffelstein. Am Kreisverkehr fuhren wir den Radweg bis zur Obermain Therme. Von hier weiter zur Bahnunterführung. Es geht unter der Bahntrasse durch, dann nach links in den Schönbrunner Weg. Jetzt befinden wir uns auf dem Main-Radweg. Diesem folgten wir flussaufwärts bis nach Lichtenfels. In einem Italienischen Restaurant legten wir erst einmal eine Mittagspause ein.

Schloss Strössendorf Frisch gestärkt ging es weiter über Burgkunstadt bis zum Main-Zusammenfluss bei Mainleus. Hier fließen der Weiße- und der Rote Main zusammen und bilden fortan den Main. Der Roter Main-Radweg führt uns zu unserem Tagesziel in Unterwaiz. Hier hatten wir ein Zimmer in einem Gasthof reserviert. Zum Abendessen mussten wir allerdings zurück nach Altenplos, da es in diesem Gasthof leider nichts zu Essen gab. Auch sonst war die Unterkunft eher bescheiden.

Etappe 2, von Unterwaiz nach Etzenricht (90 km)

Am zweiten Tag ging es nach dem Frühstück weiter. Der Roter Main-Radweg führt von Unterwaiz durch Heinersreuth nach Bayreuth. Hier folgen wir der Beschilderung zum Haidenaab-Radweg durch die Stadt. Nach Bayreuth folgt der erste große Anstieg auf dieser Etappe, bis zum höchsten Punkt in Weidenberg. Hier legten wir auf Grund der Anstrengungen erst einmal eine Rast ein, um uns zu erfrischen.

Wirbenz Hintergrund Rauher Kulm Mit neuer Energie radeln wir weiter auf dem Haidenaab-Radweg. Nach der Hochebene geht es tendenziell bergab, aber immer wieder mit kurzen Steigungen dazwischen. Bei dem Ort Haidenaab treffen wir erstmals auf den Fluss, der dem Radweg seinen Namen gab. Später geht es ein Stück um den Berg Rauher Kulm herum. Nach Pressath fahren wir entlang des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr. Es folgen einige große Baggerseen und Weiher. Schließlich erreichen wir Etzenricht. Hier hatten wir in einem Gasthof eine Unterkunft gebucht. Das Zimmer war neu und sehr schön eingerichtet, kein Vergleich zur ersten Übernachtung. Das Abendessen war der Hammer. Sehr lecker, riesige Portionen und das auch noch ausgesprochen preiswert.

 

Etappe 3, von Etzenricht nach Pfaffenhofen (87 km)

Auch das Frühstück am nächsten Morgen war sehr gut. Es gab alles was das Herz begehrte, auch Eier oder Speck wurde auf Wunsch frisch zubereitet. Nach dem Frühstück ging es weiter auf dem Haidenaab-Radweg. Bei Oberwildenau mündet die Haidenaab in der Naab. Ab Luhe-Wildenau folgen wir dem Naabtal-Radweg. Über Pfreimd und Nabburg radeln wir bis nach Schwarzenfeld. Hier legten wir in einer Kaffeestube eine Mittagspause ein. Bei Schwarzenfeld verließen wir den Naabtal-Radweg. Jetzt führt unsere Radreise auf dem Schweppermann-Radweg weiter.

Amberg Geplant war an diesem Tag, bis in die Gegend von Kastl zu fahren, hatten aber kein Zimmer reserviert. Deshalb suchten wir in Amberg die Touristen-Information auf. Die Zimmersuche gestaltete sich aber etwas schwierig, da alles schon belegt war. Nach einer halben Stunde telefonieren, bekamen wir doch noch ein Zimmer. In einem Gasthof in Pfaffenhofen, kurz nach Kastl. Wir kamen erst nach 18:00 Uhr dort an. Auch dieses Zimmer war ganz neu und geschmackvoll eingerichtet, mit Blick auf die Schweppermann-Burg. Das Abendessen war ebenfalls sehr lecker.

Etappe 4, von Pfaffenhofen nach Pegnitz (95 km)

Früh Morgens starteten wir, es lag eine lange und anstrengende Etappe bis nach Pegnitz vor uns. Wir hatten noch am Abend zuvor ein Hotel-Zimmer in Pegnitz Online reserviert. Der Schweppermann-Radweg führt weite Strecken über Flur- und Waldwege. Er ist auch etwas bergig, aber landschaftlich sehr schön. Bei Unterölsbach zweigten wir auf den Pegnitz-Laber-Radweg ab. Dieser verläuft häufig auf Landstraßen, und ist teilweise recht steil. Der Radweg führte uns bis nach Hersbruck, wo wir eine Mittagspause einlegten.

Burg Veldenstein Gestärkt ging es kurz nach Hersbruck, bei Hohenstadt auf dem Pegnitztal-Radweg weiter. Diesen sind wir bereits 2015 gefahren. Das Pegnitztal ist wirklich einmalig schön, mit Felsformationen und einer herrlicher Flusslandschaft. Ab Neuhaus beginnt dann der Pegnitz-Radweg. Es ging stetig bergauf, teils auf frisch geschotterten Waldwegen. Auf dem lockeren Schotter war es recht schwierig zu fahren. Völlig erschöpft kamen wir erst um 19:00 Uhr in Pegnitz an. Zum Glück gab es in dem Hotel eine Italienische Gaststätte, so dass wir nicht noch lange suchen mussten.

 

Etappe 5, von Pegnitz nach Scheßlitz (85 km)

Wir starten die letzte Etappe unserer Radreise. Zum Glück wurde der Pegnitz-Radweg jetzt besser. Es führt ein asphaltierter Radweg entlang der Bundesstraße nach Bayreuth. Wobei der Radweg auch immer wieder etwas abseits der Bundesstraße verläuft. Auf halber Strecke nach Bayreuth liegt Creußen. Wir besichtigten hier kurz die Altstadt, innerhalb der alten Stadtmauer. Kurz vor Bayreuth legten wir eine Pause in einem asiatischen Restaurant ein. In Bayreuth führt der Pegnitz-Radweg in Richtung Innenstadt. Wir sind aber schon bei der Universität abgebogen. Hier führt ein breiter Radweg in Richtung Fränkische Schweiz-Radweg.

Fränkische Schweiz In der Bamberger Straße beginnt dann der Fränkische Schweiz-Radweg, ein schöner geteerter Radweg führt uns bis nach Plankenfels. Bei Plankenfels biegen wir auf den Hochweg Fränkische Schweiz ab. Diesem folgten wir bis nach Huppendorf, wo wir in einem Brauereigasthof ein vorgezogenes Abendessen zu uns nahmen. Danach ging es über Poxdorf und Zeckendorf zurück nach Hause in Scheßlitz. Auf der gesamten Radreise hatten wir schönes Wetter, erst nachdem wir zu Hause waren hat es geregnet. (Wenn Engel reisen!)

Streckenlänge: 445 km
Höhenunterschiede: 344 m
Streckenprofil: Flur- und Waldwege, geteerte Radwege, Landstraßen

 

* Radkarte Bayern Nord
Radachter Franken-Oberpfalz

 

 

 

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