Radfahren bei schlechtem Wetter

Welcher leidenschaftliche Radfahrer kennt es nicht, der Sommer ist schlagartig vorbei und es ist nass und kalt, kein Wetter zum Radfahren. Danach kommt dann auch noch der Winter mit Eis und Schnee, vier bis sechs Monate ohne Radfahren, das geht ja gar nicht! Aber ganz so schlimm muss es ja nicht werden, zum einen gibt es zwischendurch auch immer wieder mal schöne Tage, zum anderen hilft richtige Kleidung die ungemütliche Zeit zu überbrücken.

Schöne Tage zum Radfahren nutzen

Früher ist es mir häufig passiert, dass ich an schönen Tagen irgendwelche 'wichtigen' Arbeiten erledigt habe und wenn ich dann Radfahren wollte hat es geregnet. Daraus habe ich gelernt und nutze jetzt die schönen Tage, oder Wochenenden zum Radfahren. Die Arbeiten die vom Wetter unabhängig sind, erledige ich an den Regentagen, dann stört das schlechte Wetter auch nicht mehr so sehr.

Auch jetzt in der kalten Jahreszeit, es ist jetzt Mitte Dezember, gibt es noch schöne Tage zum Radfahren. Bereits im November gab es ein paar sonnige Tage, die ich für kurze Radtouren genutzt habe. Diese Woche sind auch wieder zwei sonnige Tage mit 5 °C vorhergesagt, die ich sicher wieder nutzen werde. Ich fahre dann zwar immer nur circa eine Stunde mit dem Fahrrad, aber ich komme nicht ganz aus der Übung und meine Laune bessert sich auch.

Auch bei Regen und Kälte kann man Radfahren

Radfahren bei Regen

Radfahren bei Regen Ich selbst bin eigentlich auch eher ein Schönwetterfahrer, aber vom Regen kann man immer wieder mal auf einer Radtour erwischt werden. Auch auf längeren Radreisen ist das Wetter nicht immer vorher absehbar. Sollte man eine Radreise fest gebucht haben, oder die Hotelzimmer im voraus reserviert haben, ist man dann schon mal gezwungen auch bei Regen zu fahren. Zum Glück gibt es aber mittlerweile sehr gute Regenbekleidung.

Fahrrad-Poncho

Der Fahrrad-Poncho ist ideal wenn man kürzere Strecken im Regen fahren will oder muss, ich selbst habe immer einen in der Fahrradtasche dabei. Zieht man nur eine Regenjacke an, perlt das Wasser davon ab und läuft auf die Hose, diese ist dann in kurzer Zeit durchnässt. Anders beim Fahrrad-Poncho, der Poncho wird über den Fahrradlenker gehängt, so dass das Wasser nach vorne abläuft, die Hose bleibt trocken. Da der Poncho nach unten offen ist, kann sich die Wärme nicht so stauen wie bei der Regenjacke und man schwitzt deutlich weniger. Der ideale Fahrrad-Poncho hat eine Schildkappe, so hat man freie Sicht und bei Brillenträgern kommt der Regen nicht von oben auf die Brille.

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Atmungsaktive Regenjacke

Für längere Strecken ist eine Regenjacke bequemer, diese sollte aber auf jeden Fall atmungsaktiv sein. Auch wenn es kalt ist würde man in einer luftundurchlässigen Regenjacke mit der Zeit schwitzen, da sich durch die körperliche Anstrengung der Körper erwärmt und sich die Feuchtigkeit unter der Jacke staut.

Wie sonst auch beim Radfahren sollte man unter der Jacke Funktionskleidung tragen, da auch bei atmungsaktiven Regenjacken nie der gesamte Schweiß entweicht und die Kleidung darunter mit der Zeit nass wird. Bei Funktionskleidung, vor allem auch Unterwäsche, wird die Feuchtigkeit nach außen geführt und die Haut bleibt trocken.

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Atmungsaktive Regenhose

Wie bereits oben beschrieben, sollte man bei stärkeren Regen, zusätzlich eine atmungsaktive Regenhose überziehen. Zu dem von der Regenjacke abfließenden Wasser kommt beim Fahren noch der direkte Regen und die Hose wäre in kurzer Zeit durchnässt.

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Regen-Überschuhe

Zu guter Letzt kommen wir bei den Füßen an, auch die Schuhe (wenn sie nicht gerade wasserdicht sind) würden mit der Zeit durchweichen. Dagegen helfen Regen-Überschuhe, mit ihrer Hilfe bleiben Schuhe und Füße trocken. Nasse Füße sind gerade bei längeren Radtouren sehr unangenehm, was oft vergessen wird.

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Gefahren für Radfahrer im Herbst

Radfahren im Herbst Im Herbst gibt es einige Unannehmlichkeiten mit denen man als Radfahrer zu kämpfen hat. Zum einen ist das natürlich das nasskalte Wetter, dagegen kann man sich wie bereits beschrieben mit der richtigen Kleidung schützen. Ein weiteres Problem ist der Nebel und das allgemein schwächere Tageslicht. Hierfür sollte man sicherstellen, dass die Beleuchtung des Fahrrades funktioniert und helle, am besten reflektierende Kleidung, getragen wird um im Straßenverkehr nicht übersehen zu werden.

Eine weitere Gefahr geht von dem herabfallenden Laub der Bäume aus. In Kombination mit Regen und Nebel verwandelt das Laub die Straßen und Radwege in gefährliche Rutschbahnen. Dieser Untergrund ist ähnlich glatt wie Schnee, deshalb sollte man sehr vorsichtig fahren. Das heißt langsam fahren, nicht scharf bremsen und vor allem sehr defensiv in Kurven fahren. Bei einer geschlossener Laubdecke ist die Fahrbahnkante oft nicht zu sehen. Wenn man dann vom Radweg abkommt, kann das zum Sturz führen. Oder stürzt wenn man versucht wieder auf den Radweg zurückzufahren und dabei von der höher liegenden Fahrbahnkante abrutscht.

Radfahren auch im Winter

Radfahren im Winter Selbst im Winter kann man noch Radfahren, die Minus-Grade sind nicht das Problem, dafür gibt es ja warme Kleidung. Solange die Straßen beziehungsweise Radwege trocken sind kann man problemlos mit dem Rad fahren. Die Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem und man ist weniger anfällig für Erkältungen. Kritisch wird es erst bei Schnee und Eis, hier würde ich persönlich eher davon Abraten mit dem Rad zu fahren. Da ein Standard-Fahrrad nur zwei Reifen hat, kippt es bei jedem Rutschen sofort um und man kann sich dabei schnell verletzen.

Radfahrkleidung im Winter

Auch bei Minus-Graden kann man beim Radfahren ins Schwitzen kommen, deshalb sollte man sich nicht zu warm anziehen. Atmungsaktive Kleidung ist auch im Winter zu bevorzugen, jetzt natürlich langärmlig und am besten in mehreren Schichten, je nach Außentemperatur. Wichtig sind auch warme Handschuhe, mit denen man noch schalten und bremsen kann. Eine Mütze oder Stirnband halten Kopf und Ohren warm. Warme Schuhe oder Überschuhe schützen die Füße vor dem Auskühlen.

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Winterreifen für das Fahrrad

Wer trotz Eis und Schnee fahren will oder muss, sollte über den Kauf von Winterreifen für sein Fahrrad nachdenken. Hier gibt es verschiedene Ausführungen, mit groben Profil, speziellen Lamellen, oder sogar mit Spikes. Fahrradreifen mit Spikes bieten wohl den besten Grip bei vereisten Fahrbahnen, haben aber einen höheren Rollwiederstand. Aber trotz Winterreifen sollte man damit rechnen, dass der Bremsweg deutlich länger wird und man auch wegrutschen kann. Eine vorsichtige und langsamere Fahrweise ist bei Eis und Schnee unabdingbar.

Die Pflege des Fahrrades im Winter

Im Winter benötigt das Fahrrad mehr Pflege als in der warmen Jahreszeit. Durch Nässe, Schmutz und vor allem dem aggressiven Streusalz wird das Rad stark in Mitleidenschaft gezogen. Das gesamte Fahrrad sollte jetzt regelmäßig gereinigt werden um es vor Korrosion zu schützen. Die beweglichen Teile sind zu ölen und zu schmieren, vor allem die Kette braucht jetzt viel Pflege. Auch die Bremsen funktionieren nicht mehr so gut wenn Bremsbeläge, Bremsscheiben oder die Felgen bei Felgenbremsen, nass oder schmutzig sind. Eine funktionierende Beleuchtungsanlage ist zwar selbstverständlich, aber gerade im Winter wenn es am Morgen noch dunkel ist und am frühen Nachmittag die Sonne schon wieder untergeht, ist sehen und gesehen werden lebenswichtig.

Das Velomobil ein geschlossenes Fahrrad

Jeder hat es wohl schon einmal gesehen, das Velomobil ein Fahrrad mit geschlossener Verkleidung. Es gibt nicht viele davon, aber die wenigen die auf unseren Straßen oder Radwegen herumfahren fallen sofort auf. Das ist auch der Grund weshalb ich mir noch keines zugelegt habe, ich falle eben nicht gerne auf. Wäre ein Velomobil ein alltäglicher Anblick hätte ich längst eines, denn vor schlechtem Wetter bietet es den optimalen Schutz. Da diese geschlossenen Fahrräder meist drei Räder haben, können sie nicht umkippen und Radfahren wäre auch im Winter bei Eis und Schnee möglich.

Ein Nachteil ist dass die Velomobile relativ teuer sind (5000 € aufwärts), das liegt wohl vor allem daran weil sie nicht in Großserie gebaut werden. Die Velomobile gibt es auch mit zusätzlichem Elektroantrieb, so sind auch längere Fahrstrecken möglich und selbst bergiges Gelände verliert seinen Schrecken.

 

 

 

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