Zwiesel - Bayerisch Eisenstein - Zwiesel

Radtour von Zwiesel nach Bayerisch Eisenstein und zurück

Der Bayerische Wald ist wohl mehr für Mountainbike-Fahrten geeignet als für "Schöne Radtouren". Es gibt fast keine Radwege die nicht auch größere Steigungen aufweisen und doch will ich Ihnen eine Radtour mit mittlerem Schwierigkeitsgrad vorstellen, da die reizvolle Landschaft für die Anstrengungen entschädigt. Streckenweise wäre ein Mountainbike sicher die bessere Wahl, aber wir sind die Radtour auch mit Trekkingrädern gefahren und hatten damit wenig Probleme. Wer lieber Wandern möchte, hier ein Bericht über den Regen-Flusswanderweg von Bayerisch Eisenstein nach Zwiesel.

Von Zwiesel nach Bayerisch Eisenstein (13,5 km)

Wir starten unsere Radtour in Zwiesel und folgen dem Regental-Radweg in Richtung Bayerisch Eisenstein. Der geteerte Radweg verläuft entlang der B11 nach Ludwigsthal, hier kommt dann der erste steilere Anstieg durch die Ortschaft. Am Ortsende von Ludwigsthal verläuft der Radweg über einen Schotterweg bis zur Landstraße die zum Zwiesler Waldhaus führt, dieser folgen wir nur wenige hundert Meter bis zu einem Wanderparkplatz. Wir fahren den Waldweg in Richtung Schwellhäusl und biegen nach circa 500 Meter Richtung Bayerisch Eisenstein ab. Der befestigte Radweg stößt nach einem Kilometer an die Bahntrasse der Bayerwald-Bahn und verläuft dann neben der Bahntrasse bis nach Bayerisch Eisenstein. Die eingleisige Bahnschiene verläuft durch Schluchten und über Brücken, so dass der daneben liegende Radweg immer wieder bergauf und bergab führt, die Steigungen sind aber moderat.

Grenzbahnhof in Bay. Eisenstein Der Radweg endet direkt am Grenzbahnhof von Bayerisch Eisenstein. Der Bahnhof ist zweigeteilt er ist zur einen Hälfte deutsch und zur anderen Hälfte tschechisch und wird zur Zeit mit Fördermitteln der europäischen Union restauriert. Bayerisch Eisenstein hat sich wegen seiner Nähe zum Großen Arber zu einem beliebten Urlaubsort entwickelt. Für das leibliche Wohl ist durch mehrere Gaststätten bestens gesorgt, auch direkt im Bahnhof auf tschechischer Seite kann man sehr gut und preiswert Essen.

 

Von Bayerisch Eisenstein nach Regenhütte (6,5 km)

Großer-Regen Weiter geht es am Bahnhof vorbei die Straße bergab bis man auf die Bundesstraße stößt, am Ortsende geht es rechts ab auf den Regental-Radweg. Dieser verläuft über befestigte Waldwege nach Regenhütte, einem kleinen Dorf mit nur wenigen Häusern, dafür aber mehreren Gasthöfen die zur Rast einladen. Der Fluss "Großer Regen" selbst ist oft etwas abseits der Strecke, aber ab und zu erhascht man einen Blick auf den malerischen Flusslauf.

 

Von Regenhütte nach Zwiesel (10 km)

Der Regental-Radweg geht weiter entlang am Großen Regen und überquert diesen auf einer alten Steinbrücke kurz vor Ludwigsthal. Danach geht es durch eine Unterführung der B11 und wir erreichen wenig später den Abzweig zum Zwiesler Waldhaus. Hier kommen wir wieder auf den Radweg nach Zwiesel den wir Anfangs in der entgegengesetzten Richtung befuhren.

Zwiesel ist ein Luftkurort und beliebter Urlaubsort, der im Winter die Skifahrer und vom Frühling bis zum Herbst die Wanderer anzieht. Es sind hier aber auch viele Industriebetriebe ansässig, vor allem die Glasherstellung hat eine lange Tradition.

 

 

Abstecher zum Schwellhäusl

Schwellhäusl Auf der ersten Etappe unserer Radtour sind wir vom Wanderparkplatz aus ein kurzes Stück in Richtung Schwellhäusl gefahren, man kann hier natürlich auch weiter fahren und erreicht nach gut 3 Kilometer das Schwellhäusl. Der Weg ist auf der Übersichtskarte schwarz eingezeichnet. Das Schwellhäusl ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Radfahrer. Das historische Waldgasthaus hat eine urige Gaststube und im Sommer einen Biergarten, es werden sowohl deftige Brotzeiten als auch Mittagstisch, Kaffee und Kuchen angeboten. Am Schwellhäusl grenzt ein Forellenteich an, für die Kleinen gibt es einen Abenteuerspielplatz und einen Streichelzoo.

Anschließend muss man sich entscheiden, ob man die schwarze Route weiterfahren will (noch 3,5 km bis Bay. Eisenstein), oder doch lieber wieder zurück auf die orangene Strecke geht und 7 Kilometer zusätzlich fährt. Die schwarze Route führt nämlich über den Hochbergsattel und weißt eine Steigung von über 200 Höhenmetern auf einer Strecke von 1500 Metern auf. Nach 1000 Metern sind wir abgestiegen und haben die Räder geschoben, was wir sonst nie machen, der Anstieg ist mit Trekkingrädern einfach zu brutal. Die darauf folgende Abfahrt nach Bayerisch Eisenstein hat es auch in sich, gute Bremsen sind hier unverzichtbar.

Wer lieber wandern möchte, hier ein Bericht über den Wanderweg von Bayerisch Eisensten zum Schwellhäusl und wieder zurück.

Streckenlänge: 30 km
Höhenunterschiede orange: ca. 120 m
Höhenunterschiede orange/schwarz: ca. 300 m
Streckenprofil: geteerte oder befestigte Wege, Waldwege

 

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