Die 3. Etappe des Bodensee-Radweges ist ein Rundweg um den Überlinger See, dem "Finger" des Bodensees. Mit 56 Kilometer Wegstrecke ist diese Etappe zwar nicht ganz so lang, weist aber eine ordentliche Steigung auf. Auf einer Strecke von ca. 9 km steigt der Bodensee-Radweg um 160 Meter, anschließend geht es wieder genauso steil bergab. Diese Etappe ist nur für Radfahrer mit guter Kondition geeignet, aber auch die Bremsen des Fahrrads werden gefordert. Für Familien mit Kindern ist diese Etappe deshalb ungeeignet.
Dieses mal packen wir die Fahrräder ins Auto und fahren erst einmal von Friedrichshafen nach Meersburg zur
Fähre. Man könnte zwar auch mit dem Rad nach Meersburg fahren, es kämen dann aber zu den 56 km Radweg noch
einmal 36 km für Hin- und Rückfahrt dazu. In Anbetracht der Steigung auf dieser Etappe wollten wir uns das
nicht antun. Direkt bei der Fähre ist ein großer gebührenpflichtiger Parkplatz, pro halbe Stunde zahlt man
0,60 €. Von Meersburg aus setzen wir erst einmal nach Staad, einem Ortsteil von Konstanz, über. Diese Fähre
haben wir ja bereits auf der 2. Etappe genutzt, die Kosten pro Erwachsenen inklusive Fahrrad 5,10 €
(Stand Mai 2014).
In Staad angekommen fahren wir die Straße geradeaus, bis zum Bodensee-Radweg und biegen nach rechts ab.
Diese Etappe geht wieder im Uhrzeigersinn um den Überlinger See. Der Radweg führt am Bodensee entlang, über
Egg bis zur Insel Mainau. Über einen Steg gelangt man zu Fuß auf die Insel, muss allerdings vorher 18€
Eintritt zahlen. Da wir nicht viel Zeit für eine Besichtigung der Blumeninsel gehabt hätten, waren uns
18€ aber zu teuer.
Weiter geht es am Bodensee entlang über Litzelstetten und Dingelsdorf nach Wallhausen. Ab hier geht es dann über einen befestigten Weg neben der Straße steil bergauf bis nach Dettingen. Der Radweg verläuft jetzt ein ganzes Stück abseits des Bodensees, da ein Berg bis an den See heranreicht. Bei Dettingen beginnt ein geteerten Radweg, der neben der Landstraße verläuft. Auch hier geht es weiter bergauf, zwar nicht mehr ganz so steil wie am Anfang, aber die Steigung zieht sich bis nach Langenrain.
Hinter Langenrain geht es dann nur noch leicht bergauf und bergab bis nach Liggeringen. In Liggeringen wechselt
dann der Bodensee-Radweg auf eine schmale Kreisstraße. Diese Kreisstraße ist zwar nicht so stark befahren, aber
es ist trotzdem Vorsicht geboten. Zumal es nach zirka 2 Kilometer steil bergab geht. Hier sollte man keinesfalls
ungebremst abfahren, man würde sonst wohl locker auf 60 km/h kommen und kurvig ist die Straße zudem. Mit Kindern
würde ich persönlich diese Straße auf keinen Fall fahren und empfehle es auch niemanden.
Nach ungefähr 5 km Abfahrt stoßen wir auf die B34, die wir überqueren. Der Bodensee-Radweg verläuft jetzt entlang der B34 auf einen geteerten Radweg bis nach Bodman. Am Ortsrand von Bodman führt der Radweg durch ein Naturschutzgebiet entlang des Bodensees. Vor Ludwigshafen stoßen wir wieder auf die B34 und folgen dem straßenbegleitenden Radweg nach Ludwigshafen.
Ludwigshafen hieß früher einmal Sernatingen, nachdem König Ludwig hier einen Hafen errichten ließ, wurde Sernatingen in Ludwigshafen umbenannt. Mittlerweile bilden Ludwigshafen und Bodman zusammen eine Gemeinde, die sich Bodman-Ludwigshafen nennt.
Nach Ludwigshafen verläuft der Bodensee-Radweg entlang der B31 über Sipplingen nach Überlingen. Die große Kreisstadt hat knapp 22.000 Einwohner und gab dem Überlinger See seinen Namen. Auch Überlingen ist eine sehr schöne alte Stadt, mit einigen Sehenswürdigkeiten. Zu nennen wären hier die Gunzoburg, der Münster St. Nikolaus, die Stadtmauer mit Wehrtürmen und der Gallerturm. Überlingen kann außerdem die längste Uferpromenade am Bodensee aufweisen, inklusive einer Schiffsanlegestelle. Die Therme in Überlingen verfügt über ein Thermalbad, Sportbad mit Rutschen und eine Saunalandschaft.
Nach Überlingen geht der Radweg wieder am Bodensee entlang, vorbei an Kloster Birnau in den Weinbergen,
gefolgt vom Schloss Maurach. Vorbei geht es an einem Campingplatz, ein Stück später kommt man am Pfahlbau-Museum
Unteruhldingen vorbei. Weiter geht es am Bodensee entlang bis nach Meersburg, dem Ziel der heutigen Etappe. Da
wir noch über eine Stunde Parkzeit auf unserem Ticket hatten, gönnten wir uns erst einmal eine Erfrischung in
der malerischen Altstadt. Nach den Anstrengungen dieser Etappe hatten wir uns das auch redlich verdient.
Streckenlänge: | 56 km |
Höhenunterschiede: | 160 m |
Streckenprofil: | geteerte oder befestigte Wege |
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